Der fünfte Spieltag führte uns zu den Reinickendorfer Füchsen in die Cyclopstraße, die ungeschlagen und in eindeutiger Favoritenrolle die Tabellenspitze belegen.

Lässt man mal sämtlichen handballerischen Optimismus beiseite, so waren unsere Siegchancen nach realistischer Selbsteinschätzung schwindend gering, doch sollte darauf auch gar nicht das Hauptaugenmerk gelegt werden.

Unser Ziel sollte ganz klar lauten, wieder zu unserer spielerischen Linie zurückzufinden (besonders kritische Stimmen behaupten sogar, dass wir sie bis dato noch nicht mal in Sichtweite hätten) und eine deutlich spürbare mannschaftliche Geschlossenheit zu demonstrieren.


Leider gelang uns das anfänglich überhaupt nicht, denn schon nach dem Anpfiff offenbarten wir wieder unsere Schwächen und gaben so den Füchsen die Gelegenheit, ihre überragende Konterstärke zu demonstrieren. Nachdem wir uns notgedrungen durch die offensive Abwehrreihe des Gegners im Angriff mehr bewegen mussten (Handball ist bekanntlich ein Laufsport), zeichneten sich auch nach und nach die ersten Erfolge für uns ab.

Ein deutlicher, aber dennoch halbwegs erträglicher 8-Tore-Rückstand zur Halbzeit sollte uns eigentlich noch einmal besonders motivieren, den Kampf erneut aufzunehmen, was wir zu Beginn der zweiten Hälfte auch taten. Jedoch konnten wir den Abstand nicht mehr verringern, im Gegenteil: vor allem zum Ende heraus vergrößerte sich der Vorsprung der Gastgeber, der dann in einem 35:19 endete.

Alles in allem konnte man den Willen und die Bereitschaft erkennen, dem Favoriten ordentlich Paroli zu bieten, nur waren wir kräftemäßig zum Schluss dazu einfach nicht mehr in der Lage, da wir uns in langen Positionsangriffen gegen die Füchse-Abwehr aufrieben und etliche leichte und schnelle Tore des Gegners kassierten.


Ein Fazit aus diesem Spiel zu ziehen wäre wohl nicht wirklich sinnvoll, weil beide Mannschaften unterschiedliche Ziele verfolgen: Lichtenrade will den Klassenerhalt, während die Füchse die Klasse auf dem schnellsten Weg nach oben verlassen möchten.
Wir sollten uns daher doch viel mehr auf das kommende Spiel am Samstag gegen den TSV Rudow konzentrieren, das um 16:30 in der Sporthalle in der Zescher Str. stattfindet. Dort sollten wir die gleichen Tugenden aufrufen, die wir schon gegen die Füchse zeigen wollten, und, um endlich mal einen Sieg einzufahren, auch gleich nochmal "ein paar Schippen raufpacken"!